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Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit


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Rezension von

Adrian Witt

Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit Viele Millionen Jahre, bevor sich der Mensch von Afrika aus aufmachte, in die unbekannten Weiten der Erde vorzudringen, lebten auf unserem Planeten eine Vielzahl von Lebewesen, von denen heute kaum mehr als Fossilien übrig geblieben sind. Doch obwohl diese versteinerten Zeugnisse von einer längst vergangenen Zeit erzählen, fasziniert das Vermächtnis der Ur- oder Vorzeit und damit jenes der Dinosaurier noch heute ganze Generationen. Ob nun in der Literatur, in Film und Fernsehen, als Spielzeug oder Themenstoff in Videospielen – die Welt der Dinosaurier erscheint nicht zuletzt seit der Veröffentlichung von Steven Spielbergs Jurassic Park im Jahr 1993 lebendiger als jemals zuvor. Dies ist vor allem einer Vielzahl von Archäologen sowie Forschern und Wissenschaftlern unterschiedlichster Fachgebiete zu verdanken, die sich der Aufgabe verschrieben haben, das zeithistorische Puzzle der Erdgeschichte Stück für Stück zusammenzusetzen. Ihre mühevolle Arbeit im Dienst der Wissenschaft ist die Grundlage einer beeindruckenden Bild-Enzyklopädie, die unter dem Titel „Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit“ im Oktober 2020 im Dorling Kinderslay Verlag erschienen ist. Nach einem Vorwort von Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, dem Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, sorgt die 440 Seiten umfassende und mit über 2200 Illustrationen, Fotografien, 3D-Grafiken und Abbildungen überaus farbenprächtig und opulent gestaltete Bild-Enzyklopädie gleich zu Beginn für eine große Überraschung. Denn während viele andere Sachbücher über die Urzeit mit den großen echsenartigen Lebewesen einsetzen, die wir unter dem Oberbegriff der „Dinosaurier“ zusammenfassen, beginnt das vorliegende Werk mit der Entstehung der Erde vor rund 4,5 Milliarden Jahren. Während sich die ersten 45 Seiten des Buches dem frühen Erdzeitalter widmen, wobei unter anderem die Entstehung der Erde, die ersten 500 Millionen Jahre, das Leben und die Evolution, die Plattentektonik, den Klimawandel und das damit verbundene Massen- bzw. Artensterben beleuchten, unternimmt der Leser auf den nachfolgenden Seiten eine beeindruckende Reise durch die verschiedenen Erdzeitalter: Archaikum, Proterozoikum, Kambrium, Ordovizium, Silur, Devon, Karbon, Perm, Trias, Jura, Kreide, Paläogen, Neogen und Quartär. In diesen Evolutionsphasen erhält der Leser detaillierte und reich bebilderte Informationen über die Entstehung des Lebens auf der Erde von seinen Anfängen, den kleinsten Mikroorganismen, den Übergang zu wirbellosen Arten, die allmähliche Entwicklung der Wirbeltiere bis hin zu der Entstehung von Pflanzen und Dinosauriern. Hinsichtlich der Aufteilung der einzelnen Kapiteln, die in die verschiedenen Erdzeitalter gegliedert sind, wird der Leser zunächst mit den globalen Veränderungen konfrontiert, was die Veränderung der Kontinente sowie das Klima betrifft. Darauf aufbauend werden detaillierte Informationen über die Entwicklung der Pflanzenwelt, der wirbellosen Tierarten sowie der Wirbeltiere dargestellt. Demgegenüber stellt das letzte Kapitel über das Erdzeitalter des Quartär eine Ausnahme dar, indem es mit der stringenten Gliederung der vorherigen Kapitel bricht. Denn neben den Ausführungen zu den jeweiligen kontinentalen und klimatischen Veränderungen der jeweiligen Erdzeitalter und den Ausführungen zur Entwicklung der Pflanzen- und Tierwelt, finden sich im Kapitel über das Quartäre auch detaillierte Informationen über die allmähliche Entstehung des Menschen. Beeindruckend und lobenswert hervorzuheben ist allerdings auch der Umstand, welcher Dimension der Entwicklung der Pflanzenwelt, die vor mindestens 475 Millionen Jahren einsetzte, in diesem Werk über Dinosaurier eingeräumt wird. Doch das hat sicherlich gute Grüne, schließlich sind Flora und Fauna seit vielen Millionen Jahren Teil eines gigantischen Lebenskreislaufs, der die Entstehung des Homo Sapiens, den heutigen Menschen, überhaupt erst möglich gemacht hat. Wenn man die Erdgeschichte metaphorisch auf eine Uhr überträgt, so liegt das Auftreten der ersten Menschen nur ein knapper Wimpernschlag zurück. Umso erstaunlicher ist es, mit welch gewaltiger Informationsfülle der Leser der opulent gestalten Bild-Enzyklopädie „Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit“ einen Überblick von den Anfängen unseres Planeten bis hin zur Evolution des Menschen erhält. Dahingehend täuscht der Titel ein wenig über den eigentlichen Inhalt hinweg und ist fast schon bescheiden, da das vorliegende Werk nicht nur die Dinosaurier thematisiert, sondern die Flora und Fauna der frühen Erdzeitalter als Ganzes beleuchtet. Ein wissenschaftlich fundiertes und reich bebildertes Nachschlagewerk mit qualitativ anspruchsvollem und trotzdem verständlichem Textkanon, der jungen und erwachsenen Lesern lange Zeit eine große Freude bereiten sollte.

Viele Millionen Jahre, bevor sich der Mensch von Afrika aus aufmachte, in die unbekannten Weiten der Erde vorzudringen, lebten auf unserem Planeten eine Vielzahl von Lebewesen, von denen heute kaum mehr als Fossilien übrig geblieben sind. Doch obwohl diese versteinerten Zeugnisse von einer längst vergangenen Zeit erzählen, fasziniert das Vermächtnis der Ur- oder Vorzeit und damit jenes der Dinosaurier noch heute ganze Generationen.

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Ob nun in der Literatur, in Film und Fernsehen, als Spielzeug oder Themenstoff in Videospielen – die Welt der Dinosaurier erscheint nicht zuletzt seit der Veröffentlichung von Steven Spielbergs Jurassic Park im Jahr 1993 lebendiger als jemals zuvor. Dies ist vor allem einer Vielzahl von Archäologen sowie Forschern und Wissenschaftlern unterschiedlichster Fachgebiete zu verdanken, die sich der Aufgabe verschrieben haben, das zeithistorische Puzzle der Erdgeschichte Stück für Stück zusammenzusetzen. Ihre mühevolle Arbeit im Dienst der Wissenschaft ist die Grundlage einer beeindruckenden Bild-Enzyklopädie, die unter dem Titel „Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit“ im Oktober 2020 im Dorling Kinderslay Verlag erschienen ist.

Nach einem Vorwort von Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, dem Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, sorgt die 440 Seiten umfassende und mit über 2200 Illustrationen, Fotografien, 3D-Grafiken und Abbildungen überaus farbenprächtig und opulent gestaltete Bild-Enzyklopädie gleich zu Beginn für eine große Überraschung. Denn während viele andere Sachbücher über die Urzeit mit den großen echsenartigen Lebewesen einsetzen, die wir unter dem Oberbegriff der „Dinosaurier“ zusammenfassen, beginnt das vorliegende Werk mit der Entstehung der Erde vor rund 4,5 Milliarden Jahren. Während sich die ersten 45 Seiten des Buches dem frühen Erdzeitalter widmen, wobei unter anderem die Entstehung der Erde, die ersten 500 Millionen Jahre, das Leben und die Evolution, die Plattentektonik, den Klimawandel und das damit verbundene Massen- bzw. Artensterben beleuchten, unternimmt der Leser auf den nachfolgenden Seiten eine beeindruckende Reise durch die verschiedenen Erdzeitalter: Archaikum, Proterozoikum, Kambrium, Ordovizium, Silur, Devon, Karbon, Perm, Trias, Jura, Kreide, Paläogen, Neogen und Quartär. In diesen Evolutionsphasen erhält der Leser detaillierte und reich bebilderte Informationen über die Entstehung des Lebens auf der Erde von seinen Anfängen, den kleinsten Mikroorganismen, den Übergang zu wirbellosen Arten, die allmähliche Entwicklung der Wirbeltiere bis hin zu der Entstehung von Pflanzen und Dinosauriern. Hinsichtlich der Aufteilung der einzelnen Kapiteln, die in die verschiedenen Erdzeitalter gegliedert sind, wird der Leser zunächst mit den globalen Veränderungen konfrontiert, was die Veränderung der Kontinente sowie das Klima betrifft. Darauf aufbauend werden detaillierte Informationen über die Entwicklung der Pflanzenwelt, der wirbellosen Tierarten sowie der Wirbeltiere dargestellt. Demgegenüber stellt das letzte Kapitel über das Erdzeitalter des Quartär eine Ausnahme dar, indem es mit der stringenten Gliederung der vorherigen Kapitel bricht. Denn neben den Ausführungen zu den jeweiligen kontinentalen und klimatischen Veränderungen der jeweiligen Erdzeitalter und den Ausführungen zur Entwicklung der Pflanzen- und Tierwelt, finden sich im Kapitel über das Quartäre auch detaillierte Informationen über die allmähliche Entstehung des Menschen. Beeindruckend und lobenswert hervorzuheben ist allerdings auch der Umstand, welcher Dimension der Entwicklung der Pflanzenwelt, die vor mindestens 475 Millionen Jahren einsetzte, in diesem Werk über Dinosaurier eingeräumt wird. Doch das hat sicherlich gute Grüne, schließlich sind Flora und Fauna seit vielen Millionen Jahren Teil eines gigantischen Lebenskreislaufs, der die Entstehung des Homo Sapiens, den heutigen Menschen, überhaupt erst möglich gemacht hat.

Wenn man die Erdgeschichte metaphorisch auf eine Uhr überträgt, so liegt das Auftreten der ersten Menschen nur ein knapper Wimpernschlag zurück. Umso erstaunlicher ist es, mit welch gewaltiger Informationsfülle der Leser der opulent gestalten Bild-Enzyklopädie „Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit“ einen Überblick von den Anfängen unseres Planeten bis hin zur Evolution des Menschen erhält. Dahingehend täuscht der Titel ein wenig über den eigentlichen Inhalt hinweg und ist fast schon bescheiden, da das vorliegende Werk nicht nur die Dinosaurier thematisiert, sondern die Flora und Fauna der frühen Erdzeitalter als Ganzes beleuchtet. Ein wissenschaftlich fundiertes und reich bebildertes Nachschlagewerk mit qualitativ anspruchsvollem und trotzdem verständlichem Textkanon, der jungen und erwachsenen Lesern lange Zeit eine große Freude bereiten sollte.

geschrieben am 23.05.2021 | 647 Wörter | 4162 Zeichen

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