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Königsklingen


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Rezension von

Sebastian Birlinger

Königsklingen Dies ist der Abschluss der Klingen-Trilogie von Joe Abercrombie. Nachdem das zweite Buch mit einer seltsam anmutenden Wendung aufgehört hatte, die Reise in den alten Westen blieb erfolglos, spielt sich das Geschehen nun wieder in der Union und im Norden ab. In der Union droht der Krieg mit dem Imperium der Gurkhisen, außerdem tobt ein Aufstand der Bauern und zu allem Überfluss stirbt der Hochkönig ohne einen Erben. Mehr durch Zufall und ohne eigenes Zutun, wird der durch die Reise in den Westen von seiner Arroganz und seinem Egoismus geläuterte Jezal dan Luthar in die Position gebracht dies alles zu ändern. Neunfinger-Logen hingegen stellt sich seiner Vergangenheit und reist in den Norden um seine Rechnung mit Bethod, dem selbsternannten König der Nordmänner, der die Union angegriffen hatte, zu begleichen. Dabei steht ihm aber ein Dutzend anderer unbeglichener Rechnungen im Wege und der Blutrausch der ihn immer wieder in ausweglosen Situationen überkommt und er außer Kontrolle alles umbringt, was in seinen Blick kommt, sei es Freund oder Feind. Im Norden tobt noch immer der Krieg gegen Bethod und Oberst West muss zusehen, dass dieser durch die Rivalität unter den Generäle nicht doch noch verloren geht. Denn die verbündeten Nordmänner, unter dem Befehl vom Hundsmann, gehen ein gefährliches Wagnis ein und locken Bethod in eine Falle, die aber ohne die Union nicht zuschnappen kann. In der Hauptstadt der Union, Adua, muß der Inquisitor Glokta währenddessen einsehen, dass es nicht förderlich ist zu vielen mächtigen Herren zu dienen. So hat der verkrüppelte Glokta nicht nur mit den immer währenden Schmerzen, sondern auch mit Intrigen zu kämpfen, die die Schlinge um seinen Kopf immer enger werden lassen. Bayaz hingegen verbleibt, nach der erfolglosen Reise in den Westen, in Adua und versucht seine Ränke doch noch zu seinen Gunsten auszuspielen. Die Waffe, welche er gegen seinen Rivalen Khalul einsetzen wollte, bleibt verschollen. Aber die Hundert Worte, die Getreuen des Khalul, ziehen schon mit dem Heer der Gurkhisen nach Adua, um Bayaz in Ketten vor ihren Herrn zu zerren. Man kann sagen was man will, die Spannung, die nach der erfolglosen Reise irgendwie verloren ging, kommt mit mächtigen Schritten zurück und das schon nach wenigen Seiten. Insgesamt bleibt der dritte Band dennoch hinter den Erwartungen zurück. Der Sprachstil, der unkonventionell, voll von Zyniysmus und Sarkasmus ist, wirkt im dritten Teil nicht mehr so erfrischend wie in den ersten beiden. Man hat das Gefühl, die Ideen, wie man die blutigen Kämpfe noch beschreiben könnte, gingen Abercrombie so langsam aus, wobei es erstaunlich ist, wie viele Umschreibungen er denn noch für das immer wieder gleiche Abschlachten ersinnt. Das Buch ist trotzdem sehr zu empfehlen, da mit Klischees und Tradition so mancher Fantasy-Bücher gebrochen wird. Auch legt man das Buch nicht gerne aus der Hand, da man immer gespannt ist wie es denn ausgehen könnte. Beim Ende aber ist Vorsicht angebracht, es ist kein herkömmliches. Man könnte versucht sein, eine weitere Fortsetzung zu vermuten. Dem ist aber nicht so, zumindest laut Abercrombie selbst. Somit bleibt aber ein mulmiges Gefühl zurück nach den letzten Seiten. Was aber den netten Nebeneffekt hat, dass man sich über das Buch hinaus noch Gedanken machen kann und das ist selten geworden in diesem Genre.

Dies ist der Abschluss der Klingen-Trilogie von Joe Abercrombie.

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Nachdem das zweite Buch mit einer seltsam anmutenden Wendung aufgehört hatte, die Reise in den alten Westen blieb erfolglos, spielt sich das Geschehen nun wieder in der Union und im Norden ab.

In der Union droht der Krieg mit dem Imperium der Gurkhisen, außerdem tobt ein Aufstand der Bauern und zu allem Überfluss stirbt der Hochkönig ohne einen Erben. Mehr durch Zufall und ohne eigenes Zutun, wird der durch die Reise in den Westen von seiner Arroganz und seinem Egoismus geläuterte Jezal dan Luthar in die Position gebracht dies alles zu ändern.

Neunfinger-Logen hingegen stellt sich seiner Vergangenheit und reist in den Norden um seine Rechnung mit Bethod, dem selbsternannten König der Nordmänner, der die Union angegriffen hatte, zu begleichen. Dabei steht ihm aber ein Dutzend anderer unbeglichener Rechnungen im Wege und der Blutrausch der ihn immer wieder in ausweglosen Situationen überkommt und er außer Kontrolle alles umbringt, was in seinen Blick kommt, sei es Freund oder Feind.

Im Norden tobt noch immer der Krieg gegen Bethod und Oberst West muss zusehen, dass dieser durch die Rivalität unter den Generäle nicht doch noch verloren geht. Denn die verbündeten Nordmänner, unter dem Befehl vom Hundsmann, gehen ein gefährliches Wagnis ein und locken Bethod in eine Falle, die aber ohne die Union nicht zuschnappen kann.

In der Hauptstadt der Union, Adua, muß der Inquisitor Glokta währenddessen einsehen, dass es nicht förderlich ist zu vielen mächtigen Herren zu dienen. So hat der verkrüppelte Glokta nicht nur mit den immer währenden Schmerzen, sondern auch mit Intrigen zu kämpfen, die die Schlinge um seinen Kopf immer enger werden lassen.

Bayaz hingegen verbleibt, nach der erfolglosen Reise in den Westen, in Adua und versucht seine Ränke doch noch zu seinen Gunsten auszuspielen. Die Waffe, welche er gegen seinen Rivalen Khalul einsetzen wollte, bleibt verschollen. Aber die Hundert Worte, die Getreuen des Khalul, ziehen schon mit dem Heer der Gurkhisen nach Adua, um Bayaz in Ketten vor ihren Herrn zu zerren.

Man kann sagen was man will, die Spannung, die nach der erfolglosen Reise irgendwie verloren ging, kommt mit mächtigen Schritten zurück und das schon nach wenigen Seiten.

Insgesamt bleibt der dritte Band dennoch hinter den Erwartungen zurück. Der Sprachstil, der unkonventionell, voll von Zyniysmus und Sarkasmus ist, wirkt im dritten Teil nicht mehr so erfrischend wie in den ersten beiden. Man hat das Gefühl, die Ideen, wie man die blutigen Kämpfe noch beschreiben könnte, gingen Abercrombie so langsam aus, wobei es erstaunlich ist, wie viele Umschreibungen er denn noch für das immer wieder gleiche Abschlachten ersinnt. Das Buch ist trotzdem sehr zu empfehlen, da mit Klischees und Tradition so mancher Fantasy-Bücher gebrochen wird. Auch legt man das Buch nicht gerne aus der Hand, da man immer gespannt ist wie es denn ausgehen könnte.

Beim Ende aber ist Vorsicht angebracht, es ist kein herkömmliches. Man könnte versucht sein, eine weitere Fortsetzung zu vermuten. Dem ist aber nicht so, zumindest laut Abercrombie selbst. Somit bleibt aber ein mulmiges Gefühl zurück nach den letzten Seiten. Was aber den netten Nebeneffekt hat, dass man sich über das Buch hinaus noch Gedanken machen kann und das ist selten geworden in diesem Genre.

geschrieben am 26.02.2010 | 530 Wörter | 2856 Zeichen

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