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Pik As, Bd. 1: Die Parapsychologin


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Rezension von

Frank Drehmel

Die Parapsychologin Wir schreiben Anfang des 20. Jahrhunderts: der stattliche Ermittler und Phänomenologe Auguste Dupin, ein Mann von respektablen Renommee, beherbergt in seinem Pariser Stadthaus gerade die junge Flora Vernet, die es sich in den Kopf gesetzt hat, Privatdetektivin zu werden, als Inspektor Georges Nimber ihn um Hilfe bittet: das kleinwüchsige englische Star-Medium, Kathy Wuthering, bei dem sich die Pariser Bourgeoisie die Klinke in die Hand gab, ist verschwunden und lediglich zwei blutige Augäpfel wurden am Tatort gefunden. Dupin nimmt den Auftrag Nimbers an, wobei ihm zunächst sogar das Kunststück gelingt, die vor Enthusiasmus geradezu lodernde Flora von dem Fall fernzuhalten. Während die beiden Männer den Spuren des Verschwindens und des augenscheinlichen Mordes nachgehen, ärgert sich Flora derweil darüber, dass sie sich von Dupin so übertölpeln ließ. Doch ihr Ärger verfliegt, als ein weiterer Klient die Agentur betritt: der ebenfalls kleinwüchsige Lebemann Hugo Beyle. Ihm gegenüber gibt sich Flora als Assistenten Dupins aus und bietet ihm an, sich seines Falls professionell anzunehmen: Beyle wurde nächtens nach einem Bordellbesuch überfallen und seiner silbernen Taschenuhr beraubt, die, obschon von minderem materiellen Wert, ein Andenken an seinen verblichen Vater darstelle, und dementsprechend aufgefunden werden müsse. Voller Elan macht sich die junge Frau in Begleitung Beyles an die Ermittlungen und missachtet viele der Konventionen, die im bürgerlichen Paris der Jahrhundertwende für eine junge Dame gelten sollten. Dank ihres scharfen Verstandes ermittelt Flora bald darauf tatsächlich den Täter, nicht ahnend, dass der nicht nur zusätzlich für Kathy Wutherings Verschwinden verantwortlich zeichnet, sondern auch im Auftrag eines gefährlichen Hintermannes handelt. Und dann wären da noch die Bruderschaft der Bösen, die ihre Geschäfte durch den Mord, aber auch durch Dupins Ermittlungen gefährdet sieht, sowie ein Hugo Beyle, der alles andere als normal ist. Dem kundigen Leser dürfte der Künstler Jacques Lamontagne durch seine Arbeit an der Alben-Reihe "Die Druiden" bekannt sein, deren sechster Band aktuell seiner Veröffentlichung im Splitter Verlag harrt. Schon in dieser Serie bewies Lamontagne ein beeindruckendes Gespür nicht nur für historische Authentizität im grafischen Design des Settings, sondern auch ein Händchen für geradezu überwältigende Landschaftschaftsbilder und naturgewaltige Atmosphäre. In "Pik As" stellt er nun eine weitere Facette seines Ausnahmekönnens unter Beweis: das gesamte Ambiente des Paris' der Jahrhundertwende wird mit geradezu obsessiver Akribie dargestellt, sodass von der Zimmereinrichtung über die Kleider bis hin zu einfachen Accessoires einfach alles stimmt; darüber hinaus jedoch ist auch die Architektur von den Außenansichten der Herrenhäuser über die engen Straßen der Elendsviertel oder die Baustelle der Untergrundbahn bis hin zu den Innenansichten der Räume – einschließlich der Stuckverzierungen an den Wänden – nicht nur hochauthentisch, sondern von solchem Detailreichtum und - dank der fulminant natürlichen und atmosphärische perfekten Koloration - von so faszinierender Lebendigkeit, dass ein einmaliges Lesen nicht reicht, all die Bilder in ihrer Komplexität zu erfassen. Die originelle, mit ihren Perspektiv und Ortswechseln abwechslungsreich inszenierte Story selbst bietet ein bzw. mehrere lebhafte Ränkespiele, einige Geheimnisse, viel Mystery und vor allem hochsympathische Charaktere, die sich in beschwingten, spitzen Dialogen aneinander reiben und die allesamt – an vorderster Stelle jedoch Flora und Hugo - einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Fazit: Eine leichtes, spannendes Cross-over aus Mystery-, Detektiv- und Historien-Gechichte, getragen von so sympathischen, interessanten Protagonisten und so grandios visualisiert, dass diese Alben-Reihe wahrhaft Kult-Potenzial besitzt. Ein unbedingtes Must-Have für jeden Comic-Fan. Fazit: Eine leichtes, spannendes Cross-over aus Mystery-, Detektiv- und Historien-Gechichte, getragen von so sympathischen, interessanten Protagonisten und so grandios visualisiert, dass diese Alben-Reihe wahrhaft Kult-Potenzial besitzt. Ein unbedingtes Must-Have für jeden Comic-Fan.

Wir schreiben Anfang des 20. Jahrhunderts: der stattliche Ermittler und Phänomenologe Auguste Dupin, ein Mann von respektablen Renommee, beherbergt in seinem Pariser Stadthaus gerade die junge Flora Vernet, die es sich in den Kopf gesetzt hat, Privatdetektivin zu werden, als Inspektor Georges Nimber ihn um Hilfe bittet: das kleinwüchsige englische Star-Medium, Kathy Wuthering, bei dem sich die Pariser Bourgeoisie die Klinke in die Hand gab, ist verschwunden und lediglich zwei blutige Augäpfel wurden am Tatort gefunden.

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Dupin nimmt den Auftrag Nimbers an, wobei ihm zunächst sogar das Kunststück gelingt, die vor Enthusiasmus geradezu lodernde Flora von dem Fall fernzuhalten. Während die beiden Männer den Spuren des Verschwindens und des augenscheinlichen Mordes nachgehen, ärgert sich Flora derweil darüber, dass sie sich von Dupin so übertölpeln ließ. Doch ihr Ärger verfliegt, als ein weiterer Klient die Agentur betritt: der ebenfalls kleinwüchsige Lebemann Hugo Beyle. Ihm gegenüber gibt sich Flora als Assistenten Dupins aus und bietet ihm an, sich seines Falls professionell anzunehmen: Beyle wurde nächtens nach einem Bordellbesuch überfallen und seiner silbernen Taschenuhr beraubt, die, obschon von minderem materiellen Wert, ein Andenken an seinen verblichen Vater darstelle, und dementsprechend aufgefunden werden müsse.

Voller Elan macht sich die junge Frau in Begleitung Beyles an die Ermittlungen und missachtet viele der Konventionen, die im bürgerlichen Paris der Jahrhundertwende für eine junge Dame gelten sollten. Dank ihres scharfen Verstandes ermittelt Flora bald darauf tatsächlich den Täter, nicht ahnend, dass der nicht nur zusätzlich für Kathy Wutherings Verschwinden verantwortlich zeichnet, sondern auch im Auftrag eines gefährlichen Hintermannes handelt. Und dann wären da noch die Bruderschaft der Bösen, die ihre Geschäfte durch den Mord, aber auch durch Dupins Ermittlungen gefährdet sieht, sowie ein Hugo Beyle, der alles andere als normal ist.

Dem kundigen Leser dürfte der Künstler Jacques Lamontagne durch seine Arbeit an der Alben-Reihe "Die Druiden" bekannt sein, deren sechster Band aktuell seiner Veröffentlichung im Splitter Verlag harrt. Schon in dieser Serie bewies Lamontagne ein beeindruckendes Gespür nicht nur für historische Authentizität im grafischen Design des Settings, sondern auch ein Händchen für geradezu überwältigende Landschaftschaftsbilder und naturgewaltige Atmosphäre.

In "Pik As" stellt er nun eine weitere Facette seines Ausnahmekönnens unter Beweis: das gesamte Ambiente des Paris' der Jahrhundertwende wird mit geradezu obsessiver Akribie dargestellt, sodass von der Zimmereinrichtung über die Kleider bis hin zu einfachen Accessoires einfach alles stimmt; darüber hinaus jedoch ist auch die Architektur von den Außenansichten der Herrenhäuser über die engen Straßen der Elendsviertel oder die Baustelle der Untergrundbahn bis hin zu den

Innenansichten der Räume – einschließlich der Stuckverzierungen an den Wänden – nicht nur hochauthentisch, sondern von solchem Detailreichtum und - dank der fulminant natürlichen und atmosphärische perfekten Koloration - von so faszinierender Lebendigkeit, dass ein einmaliges Lesen nicht reicht, all die Bilder in ihrer Komplexität zu erfassen.

Die originelle, mit ihren Perspektiv und Ortswechseln abwechslungsreich inszenierte Story selbst bietet ein bzw. mehrere lebhafte Ränkespiele, einige Geheimnisse, viel Mystery und vor allem hochsympathische Charaktere, die sich in beschwingten, spitzen Dialogen aneinander reiben und die allesamt – an vorderster Stelle jedoch Flora und Hugo - einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Fazit: Eine leichtes, spannendes Cross-over aus Mystery-, Detektiv- und Historien-Gechichte, getragen von so sympathischen, interessanten Protagonisten und so grandios visualisiert, dass diese Alben-Reihe wahrhaft Kult-Potenzial besitzt. Ein unbedingtes Must-Have fĂĽr jeden Comic-Fan.

Fazit: Eine leichtes, spannendes Cross-over aus Mystery-, Detektiv- und Historien-Gechichte, getragen von so sympathischen, interessanten Protagonisten und so grandios visualisiert, dass diese Alben-Reihe wahrhaft Kult-Potenzial besitzt. Ein unbedingtes Must-Have fĂĽr jeden Comic-Fan.

geschrieben am 13.03.2011 | 568 Wörter | 3702 Zeichen

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Rezension von

Anna Kneisel

Die Parapsychologin Kathy Wuthering, ein „verschrumpeltes Miniatur-Medium“, ruft umringt von Puppen in ihrer Badewanne den großen Nostradamus aus dem Jenseits an um zu erfahren, wann ihr letztes Stündlein geschlagen hat. Der erweist sich als nicht sehr hilfsbereit und so fällt kurz darauf Auguste Dupin, seines Zeichens privater Ermittler und Phänomenologe in Paris, die Aufgabe zu, ihr Verschwinden aufzuklären. Allerdings hat er gerade eine junge Dame namens Flora Vernet am Hals, die wie er Detektivin werden möchte. Diesem Ansinnen steht nicht nur der erfolgreiche Dupin als typischer Mann des 20. Jahrhunderts eher skeptisch und herablassend gegenüber. Er nimmt den Auftrag der Polizei an und lässt die übereifrige Flora enttäuscht zuhause warten. In seiner Abwesenheit bittet ein neuer Kunde um ihre Hilfe. Hugo Beyle wurde nach einer im Bordell durchfeierten Nacht auf der Straße überfallen und ausgeraubt. Er sagt aus, bereits Anzeige erstattet zu haben, erhofft sich aber von der etwas hochstapelnden „Teilhaberin“ Dupins, dass er seine gestohlene silberne Taschenuhr wieder bekommt, die angeblich nicht viel wert, aber ein Andenken an seinen Vater ist. Flora geht hochmotiviert an die Arbeit und findet in Begleitung Beyles bald den Täter –der, wie es der Zufall so will, auch mit dem Verschwinden des Medium zu tun hat. Eine geheimnisvolle Bruderschaft verfolgt derweil ihre ganz eigenen, boshaften Ziele und irgendwie scheinen alle Geschehnisse auf nicht nur diesseitige Weise miteinander verwoben zu sein….genauso wie Beyle nicht ganz von dieser Welt ist. „Die Parapsychologin“ stellt den Auftakt zur "Pik As"-Reihe dar, in der das Paris des 20. Jahrhunderts mit immenser Detailverliebtheit und Beobachtungsgabe seitens der Autoren gezeichnet und atmosphärisch dicht in Szene gesetzt wird. Die zahlreichen Szenen- und Ortswechsel ermöglichen eine Erzählweise, durch die Schritt für Schritt kleine Versatzstücke der außergewöhnlichen Story enthüllt werden, bei der man am Ende des Bandes noch nicht so genau weiß, wo sie hinführen wird – sodass mit Spannung die Folgebände erwartet werden dürfen. Eine spannende, mystisch aufgeladene Who-dunnit-Geschichte mit starken und überzeugend gezeichneten Charakteren, die Lust macht auf mehr.

Kathy Wuthering, ein „verschrumpeltes Miniatur-Medium“, ruft umringt von Puppen in ihrer Badewanne den großen Nostradamus aus dem Jenseits an um zu erfahren, wann ihr letztes Stündlein geschlagen hat. Der erweist sich als nicht sehr hilfsbereit und so fällt kurz darauf Auguste Dupin, seines Zeichens privater Ermittler und Phänomenologe in Paris, die Aufgabe zu, ihr Verschwinden aufzuklären. Allerdings hat er gerade eine junge Dame namens Flora Vernet am Hals, die wie er Detektivin werden möchte. Diesem Ansinnen steht nicht nur der erfolgreiche Dupin als typischer Mann des 20. Jahrhunderts eher skeptisch und herablassend gegenüber. Er nimmt den Auftrag der Polizei an und lässt die übereifrige Flora enttäuscht zuhause warten. In seiner Abwesenheit bittet ein neuer Kunde um ihre Hilfe. Hugo Beyle wurde nach einer im Bordell durchfeierten Nacht auf der Straße überfallen und ausgeraubt. Er sagt aus, bereits Anzeige erstattet zu haben, erhofft sich aber von der etwas hochstapelnden „Teilhaberin“ Dupins, dass er seine gestohlene silberne Taschenuhr wieder bekommt, die angeblich nicht viel wert, aber ein Andenken an seinen Vater ist. Flora geht hochmotiviert an die Arbeit und findet in Begleitung Beyles bald den Täter –der, wie es der Zufall so will, auch mit dem Verschwinden des Medium zu tun hat. Eine geheimnisvolle Bruderschaft verfolgt derweil ihre ganz eigenen, boshaften Ziele und irgendwie scheinen alle Geschehnisse auf nicht nur diesseitige Weise miteinander verwoben zu sein….genauso wie Beyle nicht ganz von dieser Welt ist.

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Die zahlreichen Szenen- und Ortswechsel ermöglichen eine Erzählweise, durch die Schritt für Schritt kleine Versatzstücke der außergewöhnlichen Story enthüllt werden, bei der man am Ende des Bandes noch nicht so genau weiß, wo sie hinführen wird – sodass mit Spannung die Folgebände erwartet werden dürfen.

Eine spannende, mystisch aufgeladene Who-dunnit-Geschichte mit starken und ĂĽberzeugend gezeichneten Charakteren, die Lust macht auf mehr.

geschrieben am 13.03.2011 | 325 Wörter | 1947 Zeichen

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